Grafschaft Möringen * Mering und die Nibelungen * Hundeshagen'sche Nibelungenhandschrift * Augsburger Nibelungenhandschrift * Berlin
Wie in unserem Buch Tuonocgovve III bereits erwähnt, findet sich in den handschriftlichen Notizen im Nachlass von Bernhard Helfrich v. Huundeshagen eine Randbemerkung, die er als Sicherung seines Originalfundes aufbewahrt hat. Die Notiz in kindlicher bzw. unbeholfener Schrift und lateinischer Sprache besagt "Liber Virginis glorifer ze Ebirbach hic est. Mar(i[gestr.]ce. Com.", zu deutsch "Dies ist das Buch der Jungfrau zu Ebirbach. Marce. Com.".
Ein Ort dieses Namens im Umfeld von Aichach, wo die Ilsungs Klosterstiftungen hatten und als Zeugen um 1024-1033 (Kunigunde post mortem Henrici) urkundlich verbürgt sind, ist das heutige Ebersbach-Weichs.
In der Kunigunden-Urkunde wird ein "Ilsunc" namentlich als Zeuge genannt:
'"Hora eciam ipsa, qua tradicio, ut dixi, sit peracta, prefatus Babo ab eadem i[m]peratrice Chundeguunda predii et manicipiorum ditatur investitura. Cuius investiure hii adducti sunt testes: Grimolt, Ilsunc, Rudolf." (Urkunde Heinrich II. Diplomata>Kundigunde Urkunden Nr. 1 Anno post.mortem Henrici
MGH Dipl. Kundigunde Nr.1, Staatsbibliothek Stuttgart )
Der Ort existierte bereits um 885 ("Ebersbach war damals Ort einer Verhandlung zwischen Bischof Erchanbert und einem gewissen Eraloh") (Hans Schertl, http://www.kirchenundkapellen.de/kirchen/ebersbach.php#1100), in der Zeit zwischen 1024 und 1031 dokumentieren die Urkunden Nr. 1416 und 1417 der Freisinger Traditionen die Existenz des Ortes: "Nach der erstgenannten Urkund tauschte der Edle Maganus mit einem Unfreien der Kirche namens Aripo ein Gut in Ebersbach gegen ein anderes Gut in Gundelshausen. Nach der zweiten Urkunde übergab der unfreie Priester Walto seinen Besitz zu Ebersbach/Heberesbach dem Bistum." (Hans Schertl, http://www.kirchenundkapellen.de/kirchen/ebersbach.php#1100) und eine Filialkirche ist um 1158 in einer Urkunde von Otto dem Großen erwähnt: "dos Ecclesiae quae est in praedio Decani Al.(berti) apud Edespach" (Schertl, ebd.).
Schreibweisen:
853 als Eparespah (Bach des Eberhard)
1158 Edespach
1524 Eberspach




