Meine allerersten Wahlkampftermine:
15.00 Uhr, Badanger-Ei, Mering
für alle Neuigkeiten rund um das Event.
⬆ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
* Die Juristin Dr. Simone Strohmayr, MdL für die SPD, referiert zur aktuellen Situation von Frauen in Deutschland *
Allgemeines zur Thematik (von Dr. Ulrike Ritter): Gerade aktuell zeigt sich auf bundespolitischer Ebene wieder, wie wichtig die SPD als Partei und ihre starken politikerinnen wie Simone Strohmayr oder im Bundestag Bärbel Bas sind, die klar und durchdringend Position beziehen gegen den Abbau des Sozialstaates und von Arbeitnehmer:innen- Rechten. Die SPD hat sich in der Koalition mit dem Ende des 8-Stunden-Tages abfinden müssen, aber weitere Einschnitte in die Gestaltungsmöglichkeiten des Lebens von beruflich aktiven Menschen wird die SPD nicht akzeptieren. Steigende Umfragewerte angesichts der aktuellen Diskussion zeigen, dass die SPD damit die Erwartungen ihrer Wählerinnen und Wähler erfüllt.
Frauen sind auf Teiilzeitstellen überdurchschnittlich vertreten, nicht, weil sie weniger arbeitsbereit wären als Männer, sondern weil sie immer noch einen größeren Anteil der familiären Sorgearbeit verantworten. Das ist nicht nur die freie Entscheidung von Frauen, sondern auch dadurch begründet, dass Personaler:innen mit dieser Zweitbelastung rechnen und sie deshalb auf Teilzeitstellen eher auswählen als auf Vollzeitstellen - möglicherweise noch verstärkt, wenn die Vollzeitstellen durch neue Arbeitszeitstrukturen noch schwieriger zu vereinbaren sind mit anderen Verpflichtungen.
Um dieser Dynamik vorzubeugen, sollte die Politik nicht nur verhindern, dass Frauen durch die habituelle Praxis des Arbeitsmarktes sich nicht auf Vollzeitstellen qualifizieren können. Es geht auch darum, dass Frauen sich für entsprechende Habitusregeln sensibilisieren und Solidarität üben - als Personalerinnen, Angestellte, Arbeitgeberinnen, Selbstständige,Politikerinnen, Mütter, Töchter, Freundinnen - um gemeinsame politische Ziele zu definieren und von den Kommunen über den Landtag bis zur Bundepolitik durchsetzen.
Die Sozialstatistiken Deutschlands verzeichnen nicht nur ein Pay-Gap, wenn es um Frauen im Beruf geht, sondern auch ein Leistungs-GAP: Trotz ihrer allgemeine höheren und besseren Studienleistungen sind deutlich weniger Frauen in Führungspositionen von Unternehmen, werden schon während ihres Studiums weniger in den Beruf integriert und leiden durch ihre weniger hochwertigen Stellen auch in der von der Frauenbewegung geprägten Generation häufig an Altersarmut. Die Kompetenz für Führungspositionen ist vorhanden, aber die beruflichen Angebote und Dotierungen rufen sie nicht hinreichend ab. In beruflich gebundenen Ausbildungen ist der Anteil von Frauen im MINT-Bereich noch sehr viel geringer als in den Hochschulstudiengängen: 9,3 % versus 23 % z.B. in der Informatik.
Die höchste Präferenz innerhalb der MINT-Berufe hat die Innenarchitektur mit 87%, die niedrigste die Fahrzeugtechnik mit 8 %. Das Durchschnittsgehalt in der beruflichen Einstiegsphase nach einem ingenieurwissenschaftlichen Studium liegt bei 53.300 €, nach einem Studium der Innenarchitektur bei 39.700 € Der Anteil der (statistischen) Ingenieurinnen in der Baubranche von immerhin 30% dürfte auf die Unternehmensstruktur und diesen für Frauen nahezu reservierten Bereich zurückzuführen sein. Im Bauingenieurswesen gibt es zudem eine relativ hohe Arbeitslosenquote von 3,5 % (versus 2,9% allgemein), ebenso im technischen Vertrieb. Über die fachspezifischen Arbeitslosigkeitsquoten nach Geschlecht gibt es in der statistischen Übersicht keine Information!
Deutlich ist aber, dass weder das Bauingenieurswesen noch der technische Vertrieb besonders sichere Arbeitsplätze bieten. Zudem werden die Stimmen lauter, dass praktische Berufe in den Vordergrund gerückt werden sollen - also das Prinzip Studium und Beruf. Damit stellen sich für Frauen wieder neue Anforderungen, nicht nur Familie und Studium oder Beruf sondern gegebenenfalls Familie, Studium und Beruf miteinander zu vereinbaren. Die SPD setzt sich dafür ein, dass Frauen, die jetzt hochqualifiziert sind, in Führungspositionen kommen, um die weitere Entwicklungen der technisch-naturwissenschaftlichen Berufe so zu gestalten, dass Frauen mit MINT-Kompetenz in vollem Umfang und gleichberechtigt an dem Berufsfeld partizipieren können. Der Strukturwandel durch technische Entwicklungen, politische und klimatische Krisen beschleunigt sich und lässt langes Abwarten auf diese Partizipation nicht zu. Deshalb fordert die SPD 50 % der Führungspositionen für Frauen. Die Regierungen selber können Vorbildfunktion erfüllen - aber ob die Steine ins Rollen kommen, entscheidet sich in den Kommunen.
Kino Kopf Kuchen - PowerPointPräsentation
Quellen: destatis.de, DIW Berlin, statistik.arbeitsagentur
Veranstaltungsort ist die AWO Mering, Luitpoldstraße/Ecke Bahnhofstraße. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr
⬆ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Ein FIlm mit Iris Berben als Elisabeth Selbert, SPD-Politikerin und eine der vier "Mütter des Grundgesetzes".
"Selbert und Lankwitz reisen durchs Land, um möglichst viele Frauen zu erreichen. Ihre konservativen Gegner sind wütend, weil sie die Beteiligung des Volkes als Angriff auf die Kompetenz des Rates betrachten. Kurz vor Weihnachten bekommt Selbert auch böse Briefe von Männern und Weber zeigt sich ebenfalls kritisch, weil die Gesellschaft noch nicht reif für soviel Gleichberechtigung sei. Adam besucht seine Frau zu Weihnachten und lobt sie für ihr Engagement.
Am 3. Januar überrascht Lankwitz ihre Chefin und zeigt ihr, dass die Post gerade säckeweise Briefe von Frauen liefert, die den Plan für die Gleichberechtigung unterstützen.
Die männlichen Kritiker um Albert Finck reagieren darauf ebenso fassungslos wie die beiden konservativen Politikerinnen im Rat."
SPD: Politik für Frauen PowerPointPräsentation
⬆ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
15.00 Uhr: Die SPD zu Besuch bei den Johannitern in Mering
Die gleichgestellte Teilhabe von Menschen mit Behinderung war das große Thema der überparteilichen Veranstaltung „Inklusion und Pflege“ in der Bücherei Mering am Samstag, dem 28.2.2026 um 16.30 Uhr.
Heike Heubach, gehörlose SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Augsburg, und Stefan Heigl, Meringer Behindertenbeauftragter und Marktgemeinderat der CSU, waren von Dr. Ulrike Ritter von der Meringer SPD zu einem Podiumsgespräch mit Diskussion zum Thema Teilhabe, Integration und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung eingeladen worden.
In den meisten Bereichen des öffentlichen Lebens gibt es mittlerweile nicht nur entsprechende Gesetzesänderungen sondern auch aktive Bemühungen und Fortschritte in Bezug auf Teilhabe und Barrierefreiheit. Dennoch bleibt Handlungsbedarf. Frau Heubach schilderte auch aus der Perspektive der persönlichen Betroffenheit die Bedeutung von tatsächlicher Inklusion. Erst als Bundestagsabgeordnete könne sie durch gebärdensprachliche Dolmetscherinnen wirklich barrierefrei mit anderen Menschen kommunizieren. Sie verdeutlichte, dass bei der aktuellen Überarbeitung des Behindertengleichstellungsgesetzes der Anspruch, auch den privatwirtschaftlichen Bereich barrierefrei zu gestalten, häufig zu Ungunsten der Menschen mit Behinderung ausfalle: Wenn ein Geschäft – z.B. ein Modegeschäft oder eine Parfümerie - zu kleine Türen habe, solle eine Person im Rollstuhl an der Tür erklären, welche Artikel sie gerne kaufen würde und man könne ihr diese Artikel dann an die Tür bringen. Ein Umbau des Geschäfts zu Gunsten inklusiver Begehbarkeit gelte als unzumutbarer Aufwand. Aber man wolle ja auch als behinderter Mensch shoppen und Angebote im Original vergleichen, nicht einfach nur bestellen, vor Ort oder im Internet.
Im öffentlichen und halböffentlichen Bereich sieht es etwas besser aus, wie die Veranstaltung dokumentierte. In Folge der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009, die Inklusion als Anspruch auf Teilhabe, Integration und Selbstbestimmung den Status eines Menschenrechts verlieh, hat die Entwicklung der Gesetzgebung im Bereich der Bildung, der öffentlichen Bauten, des Nahverkehrs sowie bei Wohnungen die gleichgestellte Gemeinschaftlichkeit von Menschen mit und ohne Behinderung gezielt gefördert. Entsprechend wird die Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden in Deutschland gelobt. Bildungssystem und Gesundheitsversorgung folgen aber noch immer dem Prinzip, durch separierende Einrichtungen wie Förderschulen, Wohnheime und Behindertenwerkstätten Menschen auszusondern. Großer Mangel herrscht bei barrierefreien Arztpraxen, insbesondere in ländlichen Regionen und bei Frauarztpraxen. In der Veranstaltung wurde auf ein aktuelles Förderprogramm der Stadt München hingewiesen, in dessen Rahmen der Umbau von Arztpraxen zu barrierefreien Einrichtungen bezuschusst wird.
Die Marktgemeinde Mering konnte bei der Veranstaltung einige Punkte für sich gut machen in Bezug auf inklusive Kinderbetreuung und Schulbildung: Das integrative Kinderhaus Kapellenberg bietet Plätze für Vorschulkinder mit Behinderung an, die Grundschule Ambérieustraße hat seit 2015 ein Inklusionsprofil. Zudem hilft der Meringer Behindertenbeauftragte Stefan Heigl Betroffenen einsatzbereit und kompetent die richtigen Ansprechpartner, Einrichtungen und Behörden für ihre Anliegen zu finden. Er achtet auch mit wachem Auge auf die Einhaltung der Vorschriften zur Barrierefreiheit bei Straßenerneuerungen oder Neubauten.
Die anschließende Diskussion zeigte, dass Deutschland in den öffentlichen Informationssystemen hinter anderen Ländern liegt, die wichtige Texte im öffentlichen Raum in Gebärdensprache übersetzen, und trotz einiger Verbesserungen die Umsetzung des Inklusionssanspruchs seit 2009 viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Zielvorgaben für das Jahr 2045 seien klar unzureichend.
Die Bundestagsabgeordnete Heike Heubach betonte in einem sachlich fundierten und emotionalen Statement, dass Menschen mit Behinderungen keine Personengruppe seien, an der eine Regierung den Sparstift ansetzen dürfe. Letztlich sei es nämlich so, dass Inklusion zwar möglicherweise kurzfristig Kosten erzeuge, aber langfristig nicht teurer sei und in jeder Beziehung, sozial und wirtschaftlich, ein Gewinn.
Auch der kurze Blick auf die Erneuerung des Betreuungsrechtes für den Bereich Pflege zeige, wie abschließend Dr. Ulrike Ritter darlegte, dass der Leitgedanke Inklusion zu mehr Selbstbestimmung führt und die Wahrnehmung von Menschen fördert, die durch Behinderung oder alterbedingte Erkrankungen in der Kommunikation ihrer Wünsche eingeschränkt sind.
Zu der sehr gut besuchten Veranstaltung und dem großen persönlichen Engagement von Heike Heubach auf Bundesebene und im Wahlkreis gab es aus dem Publikum, auch von namhaften Vertreterinnen und Vertretern der Marktgemeinde sowie einschlägiger Einrichtungen und Gruppierungen, viel positive Resonanz.
Die Ortsgruppe der SPD Mering hatte zuvor unter Führung von Herrn Klein, dem Leiter der Johanniter in Schwaben und von Hrn. Grasser, dem Leiter des Johanniterzentrums in Mering, diese Pflegeeinrichtung besichtigt und insbesondere Probleme bei der ambulanten und Kurzzeit- oder Verhinderungspflege angesprochen. Für letzteres gibt es Wartelisten bis 2028.
Inklusion und Pflege - PowerPointPräsentation
Überlegungen zum Thema auf der Projektseite
< /a>
Termin Nr. 1


*Bavaria frühstückt* in Mering
(c) Foto: Petra von Thienen (Bündnis90/Die Grünen)
mit
Laura SPD, Christina CSU, Jessica UWG, Laura GRÜNE (BMK), Katharina CSU, Anita GRÜNE, vorne, sitzend: Ulrike SPD
© Copyright 2026 "Dr. Ulrike Ritter" Alle Rechte vorbehalten.